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Ein langschnäbliger Gast in unserer Region - die Bekassine

Unser Februar- Impuls

Zwar ist die Bekassine die häufigste Schnepfe Europas und war einst Brutvogel unserer Feuchtgebiete, doch ist ihr Schweizer Brutbestand wegen dem Verschwinden seines Lebensraumes seit den 90er Jahren praktisch erloschen. Trotzdem kann die Bekassine ausserhalb der Brutzeit in der Region, im Speziellen am Aareufer in Rothrist und in den Wässermatten Hungerzelg regelmässig beobachtet werden.

Mit ihrem langen Schnabel stochert sie im Schlick am Ufer und in seichten Buchten nach Würmern, Larven und Schnecken. Ihre Schnabelspitzen sind beweglich und erlauben ihr, auch tief im Erdreich ihre Beute zu packen. Die seitlich am Kopf liegenden Augen verschaffen ihre eine Panoramasicht mit nur einem schmalen Überlappungsbereich vor dem Schnabel und im Nacken. Dies erlaubt einerseits ohne den Kopf zu drehen nach Feinden wie Fuchs oder Sperber Ausschau zu halten und andererseits die Distanz von der Beute vor dem Schnabel abschätzen zu können.

Bei Gefahr zieht sich die Bekassine in die Ufervegetation zurück, wo sie dank ihrem Gefieder bestens getarnt ist, oder sie sucht in reissendem Zickzackflug "käätsch-käätsch" rufend das Weite.

Das Vorkommen der Bekassine in Rothrist hängt direkt mit dem Engagement des Naturschutzvereins Rothrist zusammen, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Der Verein hat sich beim Neubau des Kraftwerks Ruppoldingen für Flachwasserzonen am Aareufer eingesetzt und auf einer speziell dafür erworbenen Landparzelle eine grosse Feuchtfläche im Gebiet Hungerzelg geschaffen. (Foto und Text Beat Rüegger)


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