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50 neue Einzimmerwohnungen in Rothrist

Montiert werden diese zumeist in einer Höhe von fünf bis neun Metern, vorzugsweise an Dachuntersichten diverser Gebäude. Und dienen sollen diese „Wohnungen“ den Ende April/Anfang Mai bei uns in der Schweiz eintreffenden Mauerseglern.


Viermal zum Mond und zurück, das sei in etwa die Strecke, die ein Mauersegler in seinem Leben zurücklege, ohne Revision wohlverstanden, meinte die Biologin und Segler-Expertin Iris Scholl am Mittwochabend bei ihrem Vortrag in Rothrist. Dazu eingeladen hatte der Naturschutzverein Rothrist.

Pro Flugstunde werden 300 bis 500 Insekten von den Eltern eingesammelt um dann als Insektenfutterballen an die hungrigen Nestlinge abgegeben zu werden. Ein richtiges Proteinpaket also, und dies ist auch nötig, damit die häufig zwischen Ziegel und Unterdach untergebrachten Jungvögel kräftig genug werden, um bereits ab Mitte Juli die Reise nach Afrika antreten zu können.

Am 9. März nun bauen Mitglieder des Naturschutzvereins unter kundiger Anleitung von Peter Liebi und Franz Stengele fünfzig neue Mauerseglerkasten und etwa gleich viele Nistkasten für diverse Höhlenbrüter.

In ihrem Vortrag hat Iris Scholl Möglichkeiten und Unmöglichkeiten bei der Ansiedlung oder Umplatzierung von Mauersegler-Kasten aufgezeigt. Wird ein bestehender Nistplatz aufgrund der Baufälligkeit oder einer unumgänglichen Renovation unbrauchbar, ist es nutzlos gleich um die Hausecke einen neuen Kasten aufzuhängen. Die sehr gebietstreuen Vögel werden ihn mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht beachten, sondern weiterhin am alten Platz nach einer Nistmöglichkeit suchen. Beachten sollte man ebenso, dass die Nistkasten für diese, fast das ganze Leben im Fliegen verbringenden Vögel, recht hoch angebracht werden sollten. Nur drei Meter über dem Boden reicht nicht und die Anflugschneise sollte frei von Bäumen und Sträuchern sein. Empfehlenswert ist bei so warmen Sommern auch etwas Schatten, was gut zu verstehen ist, wenn man weiss, dass die Segler das Wasser für ihre Jungen schluckweise von der Aare her ins Nest transportieren müssen.

Bis Anfang April können sich Interessierte beim Naturschutzverein melden, wenn sie der Meinung sind, ihr Haus entspräche den Anforderungen einer oder mehrerer Seglerfamilien.


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