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Trotz unübersehbarer Verbotstafel, jäteten die Helferinnen und Helfer "auf Teufel komm raus", bis alle Neophyten und die invasiven Pflanzen entfernt waren

 

 

 

Nachdem sich trotz grosser Hitze sehr viele kleine und grosse Helfer und Helferinnen in der Grube im Oberwiler Feld eingefunden hatten, ging alles ganz schnell. Nach nur einer Stunde war das am Tag zuvor gemähte Gras zu grossen Haufen zusammengerecht, die Brombeeren zurückgeschnitten und die Uferzone wieder freigemäht.

Ein herzliches Dankeschön all den erstmals dazugekommenen Männer, Frauen und Kinder.

Kleine rote Ameisen... Sofia fand das nicht so lustig.

Nach getaner Arbeit reichte die Energie sogar noch zum Spielen - ohne Ameisen - dafür mit einer erfrischenden Wasserspritze.

Gleichentags, einmal in der Morgen- und einmal in der Abendsonne

Der Naturschutzverein Rothrist lud am Mittwoch, den 23. Mai zu seiner ersten Naturgarten-Exkursion ein, welche auf grosses Interesse stiess. An drei verschiedenen Orten auf dem Hölzli erhielten die 40 Teilnehmenden einen Einblick in ganz unterschiedliche Naturwelten. Die Gärten zeichneten sich aber durch folgende Gemeinsamkeiten aus: viele Nischen für Pflanzen und Tiere, keine Pestizide und eine grosse Artenvielfalt auf engem Raum, kurzum eine äusserst abwechslungsreiche Erlebniswelt mitten im Siedlungsgebiet.

 

Bei Wullschlegers sorgen abwechslungsreiche Ruderalflächen, Steinmauern mit jenen Unterschlupfmöglichkeiten und Nischen, aber auch verschiedene Haustiere für Beobachtungsgelegenheiten direkt vor der Haustür. Die drei Kinder wissen die Action vor ihrer Haustüre zu schätzen.

 

Die Besucher machen sofort ihre eigenen Entdeckungen und rege Diskussionen über Pflanzenarten, Tiere und  den Unterhalt entwickeln sich.

 

In Rüeggers Garten sind der Übergang vom Naturrasen zur Blumenwiese fliessend und in der Hecke wachsen nur einheimische Bäume und Sträucher. Über 200 Pflanzenarten und 103 Vogelarten konnten von hier aus schon festgestellt werden.

 

Linus berichtet über Mauersegler, die seit zwei Jahren unter Matters Dach brüten und kann der Anwesenden auch einen Haussperling präsentieren, den seine Familie mit vereintem Einsatz vor dem sicheren Tod retten konnte.

 

In Stengeles Kräutergarten gibt es auch Kunst zu bestaunen. Die Schwalbenschwänze haben gleichenorts ihre Raupen in die Fenchelstauden gelegt.

 

Regula Stengele erklärt, wie sie ihren Garten mit biologischen Methoden vor ungebetenen Gästen schützt. Beim anschliessenden feinen Apéro wird eifrig über das Gesehene diskutiert. Es bleibt zu hoffen, dass diese Erfahrungen im eigenen Garten Auswirkungen zeigen werden.

Fotos: Florence Rüegger / Text: Beat Rüegger

 

 

Mach mit, der Naturschutzanlass für die ganze Familie, am 16. Mai am Gfillweiher.

Sechs Familien, das heisst gesamthaft 15 Kinder und je ein Elternteil pro Familie nahmen am zweiten "Mach mit! - Anlass" 2018 teil. Peter Liebi und Barbara Wiget hatten Kescher, Plasticteller und Konfigläser bereitgestellt und nach ein paar einführenden und ermahnenden Worten - die Tiere im Kescher nicht anfassen, sie sofort ins bereitgestellte Wassergefäss gleiten lassen, etc. - marschierten die Familiengruppen los, um rund um den Weiher zu "fischen".

Libellenlarven, Qaulquappen von Wasserfröschen und Erdkröten, Molche, Wasserläufer, kleine Wasserschnecken, mehrere Rückenschwimmer und wenige Fliegenlarven konnten gefischt werden. In den weissen Plastictellern hatten Kinder und Eltern die Möglichkeit sie ganz genau zu betrachten, danach wurden alle wieder von den jeweiligen "Fischern und Fischerinnen" ans Wasser getragen und in die Freiheit entlassen. Mittels weisser Fähnchen durften die Kinder rund um den Weiher markieren, was ihnen besonders aufgefallen war. Danach stapfte die ganze Gruppe von Fähnchen zu Fähnchen und Peter Liebi wusste, ob Tier Pflanze oder Stein, etwas dazu zu erzählen.

Schau genau!

Wieder in die Freiheit entlassen.

 Beim weissen Fähnchen entdeckt --> Die Wiesenschaumzikade beispielsweise, schützt ihre Larven mit Schaum vor Fressfeinden.