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Neugestaltung Grube Oberwilerfeld

Das Ende der Abbautätigkeit der noch vorhandenen Kiesreserven ist per 2027 absehbar. Die bewilligte Endgestaltung sieht vor, den grössten Teil des Grubenareals bis auf ein Niveau von ca. 407 – 410 m ü. M aufzufüllen und künftig als Bauland in der Gewerbezone zu nutzen. Im südwestlichen Grubenteil wurde eine Naturschutzzone ausgeschieden, in der sich das Feucht- und Trockenbiotop befindet.

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Feucht- und Trockenbiotop

Das bestehende Feucht- und Trockenbiotop in der Naturschutzzone liegt in einer durch den Kiesabbau künstlich entstandenen Senke mit teilweise steilen (Abbau-)Wänden im anstehenden Kies. Diese sind grösstenteils mit Gehölzen bewachsen. Im Südwesten besteht in der Verlängerung des zum Biotop führenden Flurweges eine naturschützerisch wertvolle Trockenwiese. Am Grund der Senke bestehen zwei grössere permanente Teiche und zusätzliche Mulden, welche temporär austrocknen bzw. meist trocken liegen. Der starke Bewuchs des Biotops führt dazu, dass es als Lebensraum für die angestrebten Zielarten Gelbbauchunke und Kreuzkröte (Pionierarten) an Bedeutung verloren hat.

Projektinhalt

Das Gesamtprojekt "Auffüllung Grubenareal Oberwil" sieht vor, den südöstlichen Teil der Grube, welcher bereits in die Arbeitszone A1 eingezont wurde, nicht gewerblich, sondern wieder landwirtschaftlich zu nutzen und in die Landwirtschaftszone zurückzuführen.
Dazu soll die Grube auf ein wesentlich höheres Niveau aufgefüllt und das Terrain auf ungefähr das ursprüngliche Niveau angehoben werden. In diesem Zusammenhang macht es Sinn, auch das bestehende Feucht- und Trockenbiotop anzuheben und neu zu gestalten, da der Weiher nicht mehr dicht ist, die Wasserfläche schrumpft und sich Schilf und Rohrkolben ausdehnen.
Damit der Lebensraum der Zielarten sowie weiterer Amphibien und deren Populationen erhalten werden können, betrifft das Teilprojekt jedoch auch Teile des Grubenareals ausserhalb der Naturschutzzone (Ersatzbiotop).

Ersatzbiotop während Eingriff in die Naturschutzzone

Für die Aufrechterhaltung der Populationen der Gelbbauchunken und Kreuzkröten sind ununterbrochen ca. 12 bis 15 kleine, teilweise im Hochsommer temporär austrocknende Tümpel zu schaffen bzw. zu erhalten. 
Wichtig ist die dauernde starke Besonnung der Tümpel und die Freihaltung von häufigen Störungen, insbesondere im Frühjahr/Sommer. Die Tümpel können jeweils auf für Amphibien gut und gefahrenarm zugänglichen Flächen/ Restflächen erstellt werden. Die Lage innerhalb des Grubenareals ist von geringerer Bedeutung.
Der bestehende Weiher in der Naturschutzzone ist von hoher Bedeutung für andere Amphibienarten und viele weitere seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Möglichst früh vor der Aufhebung des bestehenden Weihers ist ein entsprechendes Ersatzbiotop zu schaffen. Damit ein effektiver Ersatz realisiert werden kann soll das Ersatzbiotop (ohne die im Areal verstreuten Tümpel) eine Fläche von ca. 40 bis 80 Aren für den Weiher und die umgebenden, trockenen Lebensräume (Ruderalflächen) umfassen. 

Zielarten

Mit der Neugestaltung der Naturschutzzone soll insbesondere der Lebensraum für Amphibien und speziell für die Zielarten Gelbbauchunke und Kreuzkröte aufgewertet werden.
Durch den üppigen Bewuchs des Feucht- und Trockenbiotops hat sich die Situation für diese Pionierarten in den letzten Jahren verschlechtert. Momentan befindet sich ihr Hauptlebensraum, insbesondere die Laichgewässer, ausserhalb der Naturschutzzone im übrigen Bereich des Grubenareals.

Bestandteile der Endgestaltung

Die Endgestaltung wurde basierend auf obigen Anforderungen projektiert. Sie umfasst hauptsächlich Tümpel und Weiher, welche durch Regenwasser gespeist werden, Ruderalflächen, Wiesen und Kleinstrukturen wie Steinhaufen, Asthaufen und Wurzelstöcke.
Die Tümpel dürfen im Hochsommer temporär austrocknen. Die Anordnung der Tümpel und Kleinstrukturen in Reihen dient der rationellen Pflege der Naturschutzzone. Auf die Neupflanzung von Gehölzen wird bewusst verzichtet, da davon auszugehen ist, dass wiederum eine stellenweise Verbuschung nicht verhindert werden kann. Mit dem nordwestlich an die Naturschutzzone angrenzenden Wald besteht langfristig ein Winterlebensraum für Amphibien.

Neugestaltung Oberwilerfeld
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