Unsere Projekte

Der Naturschutzverein Rothrist initiiert und beteiligt sich an Projekten zur Förderung der Biodiversität. Die Schaffung von naturnahen Räumen steht dabei im Fokus.

Natur findet Stadt

Mit dem Projekt «Natur findet Stadt» sollen möglichst viele Menschen mit einfachen Mitteln mehr Natur in ihre Umgebung bringen. Mit dem Siedlungswachstum wird es immer wichtiger, Freiräume hochwertig zu gestalten – für Mensch und Natur. Jetzt schon sind Siedlungen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen, und sie können durch einfache Massnahmen noch verbessert werden.

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Sandarium & Altholzinsel
Sandarium & Altholzinsel

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Ein Sandarium im Bau
Ein Sandarium im Bau

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es blüht im Naturgarten
es blüht im Naturgarten

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Sandarium & Altholzinsel
Sandarium & Altholzinsel

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Umsetzungsschritte im Naturgarten Miescherheimet

Schritt für Schritt entwickelt sich unser Naturgarten. Auf einer ursprünglich grünen Nutzfläche ist ein kleines Naturparadies entstanden. 

kostenlose Gartenberatung

Sind Sie  Garten- oder Balkonbesitzer? Wir bieten Ihnen eine kostenlose Gartenberatung an.

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Strukturelemente

Schon mit einfachen Massnahmen können Sie mehr Struktur in Ihren Garten bringen.

Umsetzungsideen für den eigenen Garten 
 

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Tiere

Zahlreiche Tiere kommen gern in unsere Grünflächen, sofern wir Ihnen Nahrung- und Nistmöglichkeiten bieten...

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Pflanzen

Heimische Gehölze sind Lebensraum, Ort des Verweilens, Schattenspender und bieten zahlreichen Tieren Nahrung. 

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Rund ums Haus

Begrünte Zäune, Naturstein-pflasterungen und Ruderal-flächen erfüllen nicht nur einen ästhetischen Wert rund um das Haus, sondern sorgen auch für Vielfalt und Vernetzung.

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Presseberichte

Bindingpreis

Rothrist 2019:

Presse-Bericht Zofinger Tagblatt und 

ZT-Bericht 

Naturfindetstadt" wurde 2021 ausgezeichnet.
 

 

 

 

Das Naturama  Aarau erhält den mit Fr. 100'000.- dotierten Preis der Sophie und Karl Binding Stiftung. Die Preisverleihung fand am 25. August 2021 in Rothrist statt.

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Gfillmoosweiher

2011 wurde in der neu ausgeschiedenen Naturschutzzone in Zusammenarbeit mit dem Projekt Karpfen pur Natur der Region St. Urban ein grosser Teich (ca. 12 a Wasserfläche) als Karpfenteich sowie drei kleine Amphibienweiher gebaut. Die Umgebung ist reich strukturiert mit Gruppen von Heckensträuchern (vor allem Wildrosen), Kopfweiden, Einzelbäumen, Trockenmauer, Bollensteinhaufen, Asthaufen mit Kleintierkammer, Nisthilfen für Wildbienen. Das Gebiet hat sich innerhalb kurzer Zeit in ein grosses Amphibienlaichgewässer und ein vielfältiges Libellengewässer entwickelt. Im Uferbereich wachsen seltene Moose und Binsen.

 

Schutz- und Entwicklungsziele

Spezielle Arten

Grasfrosch, Erdkröte, Wasserfrosch, Bergmolch, Fadenmolch, Blindschleiche, Spiegelkarpfen (nur bei Besatz), Reh, Fuchs, Dachs, Iltis, Biber, Rothirsch, viele Libellenarten, Wasserinsekten aller Art, Graureiher, Mäusebussard, Turmfalke, verschiedene Fledermausarten.

In den umliegenden Blumenwiesen findet sich eine Vielzahl von Schmetterlingen, Heuschrecken, Hummel- und Bienenarten.

In der Hecke brüten manchmal Neuntöter und Goldammer.  Grünspecht, Rotmilan, Sperber, Habicht, Weissstorch und Baumfalke besuchen regelmässig das Gebiet.

Schutz- und Entwicklungsziele

Das ganze Gebiet liegt in einer idealen  Geländekammer umgeben von Wald und teilweise wenig intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen. Es ist im Moment ungefährdet. Als weitere Ziel-Arten können Ringelnatter und Feldhase angestrebt werden.

Pflege- und Gestaltungsmassnahmen

Der Karpfenteich und seine Umgebung werden nach einem speziellen Pflegeplan von Karpfen pur Natur unterhalten. Auch die Vorgaben des Kantons für ein Amphibienlaichgewässer von kantonaler Bedeutung sind einzuhalten. Blumenwiesen und Hecken werden nach den Vorgaben von Labiola-Verträgen, den Vorgaben für Biodiversitätsflächen in der Landwirtschaft und den Bio Swiss Richtlinien für biologischen Landbau unterhalten.

Zuständigkeit Pflege

Die Naturschutzzone wird gemeinsam durch Eigentümer, Pächter, Naturschutzverein Rothrist und Verein Karpfen pur Natur gepflegt. Die Blumenwiesen werden vom Pächter Hans Braun fachgerecht genutzt, die Hecken von Eigentümer und Pächter gemeinsam gepflegt.

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Karpfenteich
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Karpfe
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Neuntoeter
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Wiedehopf
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Karpfenteich
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Zwergtaucher
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Grasfrosch
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Karpfenteich
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Neugestaltung Grube Oberwilerfeld

Das Ende der Abbautätigkeit der noch vorhandenen Kiesreserven ist per 2027 absehbar. Die bewilligte Endgestaltung sieht vor, den grössten Teil des Grubenareals bis auf ein Niveau von ca. 407 – 410 m ü. M aufzufüllen und künftig als Bauland in der Gewerbezone zu nutzen. Im südwestlichen Grubenteil wurde eine Naturschutzzone ausgeschieden, in der sich das Feucht- und Trockenbiotop befindet.

Feucht- und Trockenbiotop

Das bestehende Feucht- und Trockenbiotop in der Naturschutzzone liegt in einer durch den Kiesabbau künstlich entstandenen Senke mit teilweise steilen (Abbau-)Wänden im anstehenden Kies. Diese sind grösstenteils mit Gehölzen bewachsen. Im Südwesten besteht in der Verlängerung des zum Biotop führenden Flurweges eine naturschützerisch wertvolle Trockenwiese. Am Grund der Senke bestehen zwei grössere permanente Teiche und zusätzliche Mulden, welche temporär austrocknen bzw. meist trocken liegen. Der starke Bewuchs des Biotops führt dazu, dass es als Lebensraum für die angestrebten Zielarten Gelbbauchunke und Kreuzkröte (Pionierarten) an Bedeutung verloren hat.

Projektinhalt

Das Gesamtprojekt "Auffüllung Grubenareal Oberwil" sieht vor, den südöstlichen Teil der Grube, welcher bereits in die Arbeitszone A1 eingezont wurde, nicht gewerblich, sondern wieder landwirtschaftlich zu nutzen und in die Landwirtschaftszone zurückzuführen.
Dazu soll die Grube auf ein wesentlich höheres Niveau aufgefüllt und das Terrain auf ungefähr das ursprüngliche Niveau angehoben werden. In diesem Zusammenhang macht es Sinn, auch das bestehende Feucht- und Trockenbiotop anzuheben und neu zu gestalten, da der Weiher nicht mehr dicht ist, die Wasserfläche schrumpft und sich Schilf und Rohrkolben ausdehnen.
Damit der Lebensraum der Zielarten sowie weiterer Amphibien und deren Populationen erhalten werden können, betrifft das Teilprojekt jedoch auch Teile des Grubenareals ausserhalb der Naturschutzzone (Ersatzbiotop).

Ersatzbiotop während Eingriff in die Naturschutzzone

Für die Aufrechterhaltung der Populationen der Gelbbauchunken und Kreuzkröten sind ununterbrochen ca. 12 bis 15 kleine, teilweise im Hochsommer temporär austrocknende Tümpel zu schaffen bzw. zu erhalten. 
Wichtig ist die dauernde starke Besonnung der Tümpel und die Freihaltung von häufigen Störungen, insbesondere im Frühjahr/Sommer. Die Tümpel können jeweils auf für Amphibien gut und gefahrenarm zugänglichen Flächen/ Restflächen erstellt werden. Die Lage innerhalb des Grubenareals ist von geringerer Bedeutung.
Der bestehende Weiher in der Naturschutzzone ist von hoher Bedeutung für andere Amphibienarten und viele weitere seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Möglichst früh vor der Aufhebung des bestehenden Weihers ist ein entsprechendes Ersatzbiotop zu schaffen. Damit ein effektiver Ersatz realisiert werden kann soll das Ersatzbiotop (ohne die im Areal verstreuten Tümpel) eine Fläche von ca. 40 bis 80 Aren für den Weiher und die umgebenden, trockenen Lebensräume (Ruderalflächen) umfassen. 

04Kreuzkroete
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01Grube Oberwilerfeld
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11Naturschutzgebiet Grube
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06Weiher Grube Oberwilerfeld
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05Mauereidechse
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07Vierfleck
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Zielarten

Mit der Neugestaltung der Naturschutzzone soll insbesondere der Lebensraum für Amphibien und speziell für die Zielarten Gelbbauchunke und Kreuzkröte aufgewertet werden.
Durch den üppigen Bewuchs des Feucht- und Trockenbiotops hat sich die Situation für diese Pionierarten in den letzten Jahren verschlechtert. Momentan befindet sich ihr Hauptlebensraum, insbesondere die Laichgewässer, ausserhalb der Naturschutzzone im übrigen Bereich des Grubenareals.

Bestandteile der Endgestaltung

Die Endgestaltung wurde basierend auf obigen Anforderungen projektiert. Sie umfasst hauptsächlich Tümpel und Weiher, welche durch Regenwasser gespeist werden, Ruderalflächen, Wiesen und Kleinstrukturen wie Steinhaufen, Asthaufen und Wurzelstöcke.
Die Tümpel dürfen im Hochsommer temporär austrocknen. Die Anordnung der Tümpel und Kleinstrukturen in Reihen dient der rationellen Pflege der Naturschutzzone. Auf die Neupflanzung von Gehölzen wird bewusst verzichtet, da davon auszugehen ist, dass wiederum eine stellenweise Verbuschung nicht verhindert werden kann. Mit dem nordwestlich an die Naturschutzzone angrenzenden Wald besteht langfristig ein Winterlebensraum für Amphibien.